Duisburger Segel-Club e.V.

Wassersport an der Sechs-Seen-Platte Duisburg

Helga Cup 2018 – Woman`s only

10Am langen Wochenende 01. bis 03.06.2018 fand beim Norddeutschen Regattaverein der erste Helga Cup 2018 statt. Rund 250 Frauen fanden sich zur ersten Regatta im deutschen Segelsport nur für Frauen auf der Alster ein. Wir Pottladies haben unseren Duisburger Segelclub vertreten.

Dem voraus gegangen waren natürlich mehrere Trainingseinheiten, entweder auf der Alster mit unsrem Trainer Carsten Kemmling oder mit Co Trainer Peter Stein am Möhnesee. Dort haben wir bei der Heinz Nixdorf-Academy trainiert, die sonst nur der Segel-Bundesliga zur Verfügung steht und die Seglerinnen des Helga Cups mit Trainingsangeboten unterstützt hat. Unter der fachmännischen Anleitung von Jocky Hellmich haben wir große Fortschritte gemacht. Dabei haben wir andere Teams des Helga Cups kennengelernt, als auch Mannschaften aus der Bundesliga und hatten vielfältige Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus sind tolle Freundschaften entstanden, so möchten wir vor allem die Teams Not-only-Boy-Toy vom Möhnesee und Ostwind von Berlin Grünau erwähnen. Wie man sieht, ließen die weiblichen Teams schon bei der Namensfindung kreative Vielfalt walten: so waren unter anderem Schleiperlen, Fantastic Four, Glüx Girls, Pulvermädels und Sahneschnitten am Start. Die Meldeliste zeigt dem interessierten nicht nur männlichen Segler gern eine weitere Auswahl.

Neben der seglerischen Entwicklung wuchs unsere Mannschaft ( = Frauschaft ) über die Monate natürlich auch als Team zusammen. Mit Respekt wurden auf der Alster unsere gut funktionierenden Rollwenden bemerkt. Auf Anettes Kommando „ und up“ bewegen wir uns mittlerweile wie im Schlaf. Während des Trainings haben wir auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir unserer Steuerfrau bedingungslos vertrauen. Wenn sie „ Raum“ ruft, schreien wir natürlich sofort lauthals mit. Daß der Gegner möglicherweise doch im Recht sein könnte, lassen wir dabei selbstverständlich kollektiv außer acht. So entstand mach nette Anekdote, wovon vor allem die Teams der Jugendbundesliga ihr Lied singen können. So erwartete eine jugendliches Jungenteam uns als  Mädelsteam zum Trainingswochenende und waren verblüfft, daß diese Mädels alle schon ( ! ) verheiratet sein sollten – dann sahen sie uns. Die Freude über Luisa war riesig. Seit diesem Wochenende wissen wir um unser Alter! Bemerkten wir doch, daß auf unserem Boot durchschnittlich ungefähr 100 Lebensjahre mehr an Board waren! So freute sich ein anderes Teams, dass eine Seglerin immerhin schon so alt sei, dass sie nun endlich den Führerschein hätte. Nun da gab es Momente, da war es für uns gar nicht so leicht mitzuhalten. Aber gemäß dem Vorbild und der wohlgemeinten Anweisung unserer heimatlichen Trainer haben wir natürlich auch athletischen Ausgleichssport betrieben. So gab es neben Helga-Yoga, Helga-Joggen natürlich auch ab und den Weg in  die Muckibude. Das Training an sich brachte so manchen Nebeneffekt mit sich. So haben alle beteiligten Damen erfolgreich den Kampf gegen das verhasste Winkefleische gewonnen –alles weg! Winkefleisch entsteht ca ab dem 29sten Lebensjahr an weiblichen Oberarmen und alle Damen sehen dem in furchtvoller Erwartung entgegen. Wir können bestätigen Segeln hilft! Auch das Einzwängen in enge Neoprenkleidung in Verbindung mit körperlicher Aktivität führt zu straffen Extremitäten – eine Anwendung für die ansonsten im Beautysalon viel Geld verlangt wird. Selbstverständlich haben wir alle Carstens Rat befolgt und bloß nicht abgenommen, wir seien eigentlich zu leicht für das Schiff. Für uns stand natürlich fest: Dieser Mann kann in seinem Leben nichts mehr falsch machen.3 Diverse seglerische Anregungen werden auch von der heimatlichen Duisburger ehelichen Verbindung berichtet. Insgesamt waren die erfolgreichen Segelmänner aber ziemlich stolz auf ihre Ehefrauen und daß zu Beginn des ganzen Unternehmens mal der Spruch fiel, Anette und Michaela mögen sich unter ihrem Mädchennamen anmelden, daran konnte sich nunmehr natürlich keiner der Männer mehr erinnern.

Das Logo für die Pottladies hat übrigens Mia Baden entworfen und entwickelt - vielen Dank an Mia! – auch hier tatkräftige Unterstützung aus dem heimatlichen Club. Irgendwie haben alle mitgefiebert!

Das Regattawochenende bot uns strahlenden Sonnenschein und beste Segelbedingungen. Wir hatten mäßigen Wind mit 2bis 3 Bft bestellt, bloß nicht zu viel, aber natürlich auch nicht zu wenig Wind. Presse und TV waren quasi ständig zugegen, in Hamburg war der Helga Cup ein großes mediales Ereignis. Natürlich waren wir gespannt, wo wir mit unserer Leistung im Kreis der Seglerinnen einzuordnen wären. Wohin würde uns das ganze Training bringen? Schließlich waren auch Kaderseglerinnen dabei, die so manche Olympiakampagne hinter sich haben und Frauen, die sowohl in der Liga, als auch bei großen Regatten ganz vorne mitfahren. Wir begannen mit den ersten Läufen auf der Seascape. Nun, daß dieses Boot nicht unser Freund ist war klar, dafür hatten wir einfach nicht genug Zeit auf diesem Schiff gehabt. Die Nahtoderfahrung am Möhnesee galt schließlich nicht als Segeln, sondern nur als Überleben. So freuten wir uns, als wir endlich auf „unsere“ J 70 kamen. Da fühlen wir uns doch mittlerweile zuhause. Und so segelten wir dann auch ein paar gute Läufe und kamen mit strahlenden Gesichtern vom Wasser. Geht doch! Ganz speziellen Jubel bekamen wir direkt auf dem Wasser bei der Durchfahrt der Ziellinie. Carsten und Peter waren mit den Kindern auf einem Drachen unterwegs und bildeten den einzigen Fanclub auf dem Wasser. Erst als laut gejubelt wurde, bemerkten wir, daß sie uns die ganze Zeit vom Wasser aus zuschauten. 12Dabei muss auf jeden Fall Emmas Einsatz auf dem Drachen erwähnt werden, den sie ganz souverän steuerte. Man kann davon ausgehen, dass es sich um die nächste Segelgenration handelt, die den DSC quer durchs Land vertreten wird. Überhaupt hatten wir Pottladies ganz eindeutig den größten Fanclub aller Seglerinnen. Wir bekamen Besuch von Familie und Freunden, so mancher kam extra aus Duisburg nur um uns auf der Alster segeln zu sehen. Ein herzliches Dankeschön dafür! Nach einem spannenden Finale auf der Seascape wurden dann tatsächlich die Seglerinnen vom DSV Kader II um Svenja Weger denkbar knapp Siegerinnen. Auf den zweiten Platz kamen die Fantasic Four mit Steuerfrau Johanna Meier ( Team: Pia Sophie  Wedemeyer, Charlotte Braun-Dulläus und Juliane Zepp ), die lange als Erste während der Regatta  führten. Platz 3 ging an das HSC Women´s Team um Silke Basedow. Wir  Pottladies sind auf einen respektablen 44. Platz von insgesamt 62 Teams gekommen. Insgesamt war es eine außergewöhnliche Regatta, die uns allen viel Freude gemacht hat. Wir sind auf den Geschmack gekommen, deshalb machen wir weiter und werden auch beim nächsten Helga Cup in 2019 wieder dabei sein: Die Meldung ist schon raus……

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